Ein Fest der Gemeinschaft mit großem Spendenerfolg
Zum sechsten Mal fand während der Vorweihnachtszeit das traditionelle "Dreiseler Adventsfenster" statt, bei dem alle Bewohner von Dreisel dazu eingeladen waren, die Adventszeit in Gemeinschaft zu erleben. Für alle Adventstage im Dezember wurden die Fenster der Wohnhäuser im Dorf mit festlichen Dekorationen geschmückt, die die Vorfreude auf Weihnachten weckten.
Doch unter "Dreiseler Adventsfenster" verstand man in Dreisel wieder mal mehr als weihnachtlich geschmückte Fenster: Die meisten Bewohner, die zuhause ein Fenster geschmückt hatten, luden zusätzlich zu gemütlichen Treffen ein, bei denen Glühwein, Kinderpunsch und Adventsgebäck serviert, Weihnachtsmusik abgespielt oder Weihnachtslieder unter Gitarrenbegleitung gesungen, aber auch humorvolle und besinnliche Texte vorgelesen wurden. Ein wärmendes Feuer brannte in Feuertonnen oder Feuerschalen und lud zum Verweilen ein.
Die Dorfgemeinschaft Dreisel ist ein gemeinnütziger Verein. Als solcher beschloss der Vorstand anlässlich des bevorstehenden Weihnachtsfestes eine soziale Einrichtung in unserer Gemeinde zu unterstützen. Am 22. Dezember besuchten unsere beiden Vorsitzenden, Oliver Patt und Andreas Scheunert, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Tafel Windeck und übergaben eine Spende in Höhe von € 200,00.
Am 4. Adventssonntag (21. Dezember) traf man sich in Dreisel am Dorfschoppen zum traditionellen Weihnachtssingen. Dank des guten Wetters und des festlich geschmückten Weihnachtsbaumes ließen sich viele Besucher anlocken. Es roch verführerisch nach Glühwein und Bratwurst und Dank musikalischer Begleitung kam eine richtig festliche Stimmung auf. Zu den Gitarrenklängen von Reinhard Wagner und der Posaunenbegleitung durch Andreas Kunze erklangen viele schöne Weihnachtslieder, die sogar den Nikolaus herbei sangen. Natürlich kam er nicht mit leeren Händen, sondern hatte Leckereien für die Kinder dabei.
Neujahr 2025 hatten drei Dreiseler eine Schnapsidee: Man könnte das neue Jahr ja einmal mit einem erfrischenden Bad in der Sieg beginnen. Die Idee wuchs: damals waren es 3 „Anbader und ca. 10 neugierige Zuschauer, in diesem Jahr trauten sich bereits 8 Mutige bei einer Wassertemperatur von 4 Grad in das im wahrsten Sinne kühle Nass. Angefeuert wurden sie von ca. 80 Schaulustigen, die bei 3 Grad Außentemperatur ziemlich froren. Für sie hatte ein engagiertes Planungsteam einen großen Pavillon mit Heizpilz und „Theke“ zum Unterstellen bei einsetzendem leichten Nieselregen aufgestellt. Der angebotene Glühwein allerdings fand nicht so richtig Anklang. Ob das wohl an den Folgen der Adventsfensteraktionen lag? J Den Mutigen stand ein kleinerer Pavillon als Umkleide – natürlich ebenfalls mit Heizpilz – zur Verfügung.
Schon beim Betreten des Raumes kam man unweigerlich in Adventsstimmung und eine gewisse Ruhe und Entspannung ergriff einen. Der Raum erstrahlte im Lichterglanz, die Tische waren festlich geschmückt und es roch herrlich nach Kaffee. Fleißige Weihnachtselfen versorgten die Seniorinnen und Senioren aus Dreisel mit leckerem selbstgebackenem Kuchen. Viele sehen sich ja nicht jeden Tag und so konnte man doch einmal wieder ausgiebig miteinander plaudern. Die Plauderei wurde sehr gerne unterbrochen von Reinhard Wagner, der mit Gitarre und Gesang diese wunderbare Stimmung noch weiter untermalte. Gerne sangen alle die bekannten Weihnachtslieder aus vollem Herzen mit, wobei das Lied „Ich hab den Stern gesehen“ jeden besonders berührte. Zwischen den Liedern erzählte und Reinhard Wagner in seiner besonderen Art wie Opa Wolle letztendlich doch aus seiner Einsamkeit an Weihnachten geholt wurde – und später, damit auch alle etwas zu lachen hatten, die Geschichte vom Christbaumständer, der etwas außer Kontrolle geraten war. Vielleicht hätte es noch mehr Geschichten gegeben, aber da klopfte es plötzlich an der Tür – und der Nikolaus trat ein. Wie schön, dass er auch in diesem Jahr den Weg in unser schönes Dorf gefunden hat, aber eigentlich auch kein Wunder, denn er hält Dreisel für „den Edelstein des Siegtals an der schönsten Windung der Sieg“. So viel Lob erfreute natürlich alle Herzen und so ließen wir ihn dann auch gerne wieder ziehen, natürlich nicht, ohne seinen Geschenkesack kräftig zu erleichtern.
Irgendwann ist einmal alles zu Ende und so war es auch mit diesem Nachmittag. Wenn man jetzt alle Personen aufzählen wollte, die geholfen haben, wäre die Gefahr sehr groß, jemanden zu vergessen. So sei an dieser Stelle nur Dank gesagt an alle, die dazu beitragen haben, dass dieser Nachmittag vielen Menschen viel Freude gebracht hat und sich alle bereits auf das nächste Jahr freuen. Die Wahrscheinlich, dass dann auch der Nikolaus wieder kommt, ist groß, denn er meint.“ Wen Gott lieb hat, den lässt er in dieses wunderschöne Tal plumpsen. Na dann, bis zum nächsten Jahr.
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